The Last Dessert hand-signed art print by Paintranger, a bold outlined skull cupcake painting in the Candy Decay style with graphic street art energy

Warum meine Kunst auch in die Street-Art- und Urban-Art-Welt gehört

Claudia Schmidt

Kleiner Hinweis: Dieser Shop wird auf Englisch geschrieben. Die deutschen Fassungen der Journal-Artikel sind Übersetzungen, deshalb kann sich hier und da mal ein Fehler oder eine holprige Formulierung einschleichen. Wenn dir etwas auffällt, schreib es mir gern.

Street Art fragt nie um Erlaubnis. Sie taucht an einer Wand auf, für die niemand eine Galerie bezahlt hat, gemacht für alle, die zufällig vorbeilaufen, und entweder erwischt sie dich in zwei Sekunden oder sie hat ihren Job nicht gemacht. Das sind ganz andere Regeln, als die Kunstwelt sie sonst spielt, und es sind Regeln, die mir deutlich besser gefallen.

The Last Dessert hand-signed art print by Paintranger, a bold outlined skull cupcake painting in the Candy Decay style with graphic street art energy

Eine ganz kurze Geschichte der Street Art

Moderne Street Art wächst aus der Graffiti-Writing-Kultur auf New Yorker U-Bahn-Wagen der 70er und 80er heraus: Namen und Figuren, schnell und öffentlich gemalt, von Leuten, für die sich keine Galerie interessiert hat. Jean-Michel Basquiat hat unter dem Tag SAMO auf den Straßen Manhattans angefangen, Jahre bevor irgendein Museum seine Arbeit wollte. Keith Haring hat direkt auf leere U-Bahn-Werbeflächen mit Kreide gezeichnet, genau deshalb, weil so tausende ganz normale Pendler das Bild kostenlos sehen konnten, ganz ohne Ticket.

Später haben Künstler mit Schablonen und Sprühdosen, Banksy als bekanntestes Beispiel, dieselbe Idee weltweit weitergetragen: Kunst dort platziert, wo Leute sowieso schon sind, nicht dort, wo sie extra hingehen müssten. Murals, Sticker und Wheatpaste-Poster sind alles Äste desselben Baums. Nur eben die Version, die klein genug ist, um sie in einer Tasche zu tragen statt in einer Spraydose.

Was Street Art und Candy Decay tatsächlich gemeinsam haben

Schaut man hinter das Medium, ist die Überschneidung größer, als man denkt. Street Art setzt auf dicke schwarze Outlines und flächige, satte Farbblöcke, weil ein Bild sofort lesbar sein muss, aus einem fahrenden Auto oder einem kurzen Blick, ohne Zeit für Feinheiten. Das ist im Grunde genau die visuelle Logik, mit der ich auch male: klar umrandete Figuren, Farben, die sich nicht dafür entschuldigen, laut zu sein, und ein Motiv, das man in einer Sekunde benennen kann. Eine Taube. Ein Waschbär. Ein Totenkopf-Cupcake.

Es teilt auch dieselbe Weigerung, sich auf eine Stimmung festzulegen. Viel Street Art ist gleichzeitig lustig, politisch und ein bisschen bedrohlich, und niemand sieht darin einen Widerspruch. Meine Arbeit läuft auf derselben Verkabelung: süß und unheimlich im selben Bild, mit Absicht, weil das näher dran ist, wie sich Dinge tatsächlich anfühlen, als sich auf eins von beidem festzulegen.

Cheesy Romance hand-signed art print by Paintranger, two pigeons on a date in Central Park, bold outlined colorful Candy Decay artwork

Die Sache mit den Stickern

Sticker sind Street Art im Miniaturformat: dieselbe Arbeit mit dicken Outlines und sofortiger Lesbarkeit, nur auf einem Laptop oder einer Trinkflasche statt auf einer Laterne. Genau das macht mein Sugar-and-Scavenging-Sticker, und es ist kein Zufall, dass er denselben Waschbären zeigt, der auch auf Leinwand auftaucht.

Die handsignierten Drucke laufen im Grunde nach derselben Logik. Echte, signierte Originalkunst für 35 Euro geht nicht darum, kostbar zu sein, sondern darum, dass die Kunst wirklich erreichbar ist, genauso wie ein Mural an einer Wand, an der man jeden Tag vorbeiläuft, erreichbar ist auf eine Art, wie es ein Museumsstück hinter Glas nie ganz sein wird.

Hol dir ein Stück davon nach Hause

Du kannst die ganze Kollektion der handsignierten Drucke durchstöbern, oder dir den Sticker holen, wenn gerade keine Wand frei ist. Und wenn dir der Außenseiter-Kunst-Winkel hier gefallen hat, gehe ich in Was ist Lowbrow Art? Ein Guide zum Pop-Surrealismus noch tiefer rein, wo dieser Instinkt eigentlich herkommt.

Danke, dass du einen Waschbären mit Hut sein Argument dafür vorbringen lässt, neben einer Basquiat-Referenz zu stehen.

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