Rosa gegen Rechts: Der Charity Art Print gegen die AfD
Claudia SchmidtTeilen
Kleiner Hinweis: Dieser Shop wird auf Englisch geschrieben. Die deutschen Fassungen der Journal-Artikel sind Übersetzungen, deshalb kann sich hier und da mal ein Fehler oder eine holprige Formulierung einschleichen. Wenn dir etwas auffällt, schreib es mir gern.
In meinem Shop sitzt eine pinke Taube, die sich ziemlich klar entschieden hat, auf welcher Seite sie steht. Sie heißt Rosa, das Bild heißt Rosa gegen Rechts, und zurückhaltend ist daran nichts.
Das Motiv ist bewusst anti-AfD. Es richtet sich gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Queerfeindlichkeit und gegen eine Politik, die Menschen gegeneinander ausspielt. Das ist kein Subtext, den ich irgendwo zwischen den Farben versteckt habe. Genau dafür ist sie da.
Alles zur Aktion steht auf einer Seite: Rosa gegen Rechts. Hier erzähle ich, wie es dazu kam.
Warum ich nicht einfach ein Statement gepostet habe
Ein Statement posten ist leicht. Du schreibst montags etwas, alle nicken, und mittwochs ist der Feed weitergezogen. Geändert hat sich nichts, außer dass man sich selbst ein bisschen besser fühlt.
Ich wollte das Gegenteil: etwas Langsames, das sich einfach wiederholt und ziemlich unspektakulär ist. Ein Bild, das weiter Geld dorthin schickt, wo die eigentliche Arbeit passiert, auch lange nachdem die Aufregung zum nächsten Thema weitergezogen ist.
Deshalb ist das keine Wochenendaktion. Rosa bleibt dauerhaft im Shop, und solange sie sich verkauft, geht die Spende raus.
Wohin das Geld geht
Jede Spende aus dieser Aktion geht an die Amadeu Antonio Stiftung. Sie engagiert sich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus und stärkt demokratische Kultur und zivilgesellschaftliches Engagement.
Ich habe mich für sie entschieden, weil ich eine Organisation wollte, bei der aus Haltung wirklich Arbeit wird und nicht nur ein schön formulierter Satz auf einer Website. Leute, die Bildungsarbeit machen, die beraten und die denen zur Seite stehen, die tatsächlich betroffen sind.
Was sie genau tun, kannst du auf der Seite der Stiftung selbst nachlesen. Eines soll klar sein: Das hier ist eine unabhängige Initiative von mir. Keine offizielle Kooperation mit der Stiftung und keine Empfehlung von ihr.
Die Zahlen, ohne Prozentrechnung
Ich finde "ein Teil des Erlöses geht an einen guten Zweck" als Käuferin selbst ziemlich nervig. Ein Teil von was? Vor oder nach Kosten? Vom Gewinn, den von außen sowieso niemand nachrechnen kann?
Deshalb steht der Betrag pro Stück fest:
Handsignierter Charity Art Print: 35 € Verkaufspreis, 28 € Spende.
Printable Art Download: 9,90 € Verkaufspreis, davon die kompletten 9,90 € als Spende.
Das ist die ganze Formel. Zwei Prints sind 56 €. Zehn Prints sind 280 €. Vier Downloads sind 39,60 €. Du kannst es selbst nachrechnen, und genau das ist der Sinn dahinter.
Den Print signiere, nummeriere und präge ich von Hand. Beim Download bekommst du die Datei zum Selbstausdrucken, kein Versand, und der komplette Preis verlässt mein Konto wieder.
Ein Zähler, der die Rechnung öffentlich macht
Eine Spende anzukündigen und sie zu zeigen sind zwei verschiedene Dinge. Deshalb steht auf der Kampagnenseite jetzt ein Zähler. Er rechnet die echten Verkäufe zusammen: die Zahl der handsignierten Prints mal 28 € plus die Zahl der Downloads mal 9,90 €.
Mitgezählt werden nur bezahlte Bestellungen. Stornierte fallen raus, und wenn etwas erstattet wird, geht der Betrag wieder von der Summe ab. Aufgerundet wird nichts.
Das ist unangenehm, aber auf eine gute Art. Wenn die Summe klein ist, dann steht da eben eine kleine Summe, für alle sichtbar. Das ist mir lieber als eine schwammige Behauptung, die niemand nachprüfen kann.
Warum ein Print und kein Spendenbutton
Du kannst der Amadeu Antonio Stiftung direkt spenden und mich dabei komplett überspringen. Das ist völlig in Ordnung, und genau so steht es auch auf der Kampagnenseite.
Was ein Print kann und eine Überweisung nicht: an der Wand hängen. Er hängt in einem Raum, in dem Leute ihn sehen, und führt das Gespräch weiter, auch an den Tagen, an denen du selbst keine Lust darauf hast. Eine Spende ist privat. Eine pinke Taube gegen Rechts ist es nicht.
Es ist außerdem nicht das erste Mal, dass ein Bild von mir mehr tut, als nur schön an der Wand zu hängen. Bei Bad Signal, Good Transition gehen 20 Prozent von dem, was die handsignierten Drucke einbringen, an den Bundesverband Trans*.
Natürlich ist sie eine Taube
Wer meine Arbeit länger kennt, wird sich nicht wundern, dass es eine Taube geworden ist. Tauben tauchen bei mir sowieso ständig auf, mit Zylinder, mit Pizza, auf völlig ernst gemeinten Dates.
Bei diesem Bild passt sie besser als alles andere, was ich hätte malen können. Die Taube ist der Vogel, den alle für eine Plage halten. Sie lebt in den Lücken einer Stadt, die nicht für sie gebaut wurde, isst, was andere fallen lassen, und läuft dabei herum wie jemand mit einem sehr wichtigen Termin. Gesagt zu bekommen, dass du nicht dazugehörst, und trotzdem weitermachen: das ist die ganze Geschichte.
Dass sie pink ist, ist auch kein Zufall. Haltung darf laut sein und ein bisschen albern.
Wo du Rosa findest
Beide Varianten stehen auf der Kampagnenseite, zusammen mit der aktuellen Spendensumme:
Handsignierter Charity Art Print, 35 €, davon 28 € Spende.
Printable Art Download, 9,90 €, davon alles Spende.
Wenn du einen kaufst, tust du mir keinen Gefallen. Du hängst dir eine pinke Taube an die Wand, und 28 € landen in Arbeit, die gemacht werden muss. Ich finde, das ist ein fairer Tausch.