Watermelon No. 03 Food Study, a small square oil painting of watermelon slices on a neon pink background by Paintranger, kitchen art

Bilder für die Küche: Warum kleine Essensbilder genau dorthin gehören, wo du isst

Claudia Schmidt

Kleiner Hinweis: Ich schreibe alles hier zuerst auf Englisch. Die deutschen Fassungen der Journal-Artikel sind Übersetzungen, da kann sich mal ein Fehler oder eine holprige Formulierung einschleichen. Wenn dir etwas auffällt, sag mir gern Bescheid.

In der Küche verbringen die meisten von uns mehr wache Stunden als in jedem anderen Raum, und trotzdem hängt dort meistens die langweiligste Kunst der ganzen Wohnung. Ein Kalender aus der Apotheke, ein Zitronenbild, das schon im Rahmen steckte, vielleicht noch ein Magnet in Croissantform. Ich finde, der Raum, in dem du Kaffee kochst, Toast verbrennst und mit anderen quatschst, hat etwas Besseres verdient.

Über schräge Essensbilder für die Küchenwand habe ich schon einmal geschrieben. Da ging es um meine detailreichen Bilder, bei denen Bienen und Totenköpfe im Kuchen versteckt sind. Hier geht es um etwas anderes: um meine Food Studies, eine neue Reihe kleiner, locker gemalter Ölbilder von Obst und Frühstück in Neonfarben. Und darum, warum kleine Essensbilder für mich die beste Kunst für die Küche sind.

Watermelon No. 03 aus den Food Studies, ein kleines quadratisches Ölbild mit Wassermelonenscheiben auf neonrosa Hintergrund, fotografiert in Paintrangers Atelier

Gemaltes Essen hing schon immer in der Nähe der Küche

Essen zu malen ist keine neue Idee, und als etwas Minderwertiges galt es auch nie. Im Antwerpen des 16. Jahrhunderts malten Pieter Aertsen und Joachim Beuckelaer riesige Küchenstücke mit Bergen von Kohl, Fisch und Fleisch im Vordergrund. Im Paris des 18. Jahrhunderts malte Jean-Siméon Chardin Pfirsiche, Kupfertöpfe und eine einzelne Brioche so liebevoll, dass die Leute im Louvre bis heute davor stehen bleiben. Und in den 1960ern malte Wayne Thiebaud Torten und Kuchen mit so dicker Farbe, dass sie aussieht wie Zuckerguss.

Sie alle hatten verstanden: Essen kennt jeder in- und auswendig. Du musst nicht Kunstgeschichte studiert haben, um bei einer gemalten Erdbeere etwas zu fühlen. Meistens Hunger, manchmal Heimweh nach früher, und gelegentlich die Lust, die Leinwand abzulecken (bitte nicht). Warum Maler neben das Obst so gern auch noch Totenköpfe gelegt haben, erkläre ich in Memento Mori und Vanitas.

Warum kleine Bilder in der Küche so gut passen

Küchenwände bestehen meistens aus lauter kleinen Flächen. Zwischen Hängeschrank und Fenster, über dem Lichtschalter, neben dem Kühlschrank, auf dem offenen Regal neben dem Olivenöl. Eine große Leinwand passt da selten hin, ein Bild in Untertassengröße dagegen fast überall.

Kleine Bilder schaut man sich auch anders an. Man läuft nicht einfach vorbei, man geht nah heran. Und in der Küche wartet man ständig kurz auf irgendwas: auf den Wasserkocher, auf den Toaster, auf das Nudelwasser, das einfach nicht kochen will. Genau so lange braucht ein kleines Bild.

So hängst du Bilder in die Küche, ohne dass sie leiden

  • Nicht direkt über den Herd oder den Wasserkocher. Dampf und Fett setzen sich überall ab, auch auf Bildern. Ein Stück daneben reicht schon.
  • Nicht in die pralle Sonne. Küchenfenster sind oft die sonnigsten der ganzen Wohnung. Starkes Tageslicht lässt Farben mit der Zeit verblassen, bei Prints genauso wie bei Originalen.
  • Prints hinter Glas rahmen. Dann musst du zum Saubermachen nur ab und zu über das Glas wischen.
  • Originale vorsichtig abstauben. Meine Food Studies bekommen zum Schluss einen schützenden Firnis, am liebsten ist ihnen trotzdem ein weicher, trockener Pinsel oder ein Tuch. Bitte niemals Putzspray.
  • Hinstellen statt aufhängen. Wenn du zur Miete wohnst oder gern umdekorierst, stell ein kleines Bild einfach aufs offene Regal zwischen deine Vorratsgläser. Gemaltes Essen sieht neben echtem Essen sofort aus, als wäre es schon immer da gewesen.

Die Originale aus den Food Studies

Diese Bilder sollten schneller, lockerer und aus dem Bauch heraus entstehen als meine detailreichen Candy-Decay-Originale. Die Pinselstriche bleiben sichtbar, die Farben sind laut, und nichts wird so lange glattgemalt, bis es langweilig ist. Jedes Bild ist ein Unikat in Öl, 15 × 15 Zentimeter groß, von mir signiert und mit einem schützenden Firnis überzogen. Ein Original kostet 250 Euro.

Ein ehrlicher Hinweis: Ölfarbe trocknet langsam. Deshalb verschicke ich eine frisch gemalte Food Study meistens erst etwa sechs Wochen nach dem Kauf. Warum das so ist, erkläre ich in Kleine Bilder, langsame Farbe.

Strawberries No. 01

Strawberries No. 01 aus den Food Studies von Paintranger: ein Original in Öl mit drei Erdbeeren auf neonrosa, blauem und mintgrünem Hintergrund

Nummer eins, das Bild, mit dem die Reihe angefangen hat. Drei Erdbeeren auf Neonrosa, Blau und Mint. Es ist das klassischste Stillleben der drei, und die Küchenmaler aus Antwerpen hätten es wahrscheinlich als Erstes wiedererkannt.

Zum Original Strawberries No. 01

Avocado No. 02

Avocado No. 02 aus den Food Studies von Paintranger: ein Original in Öl mit reifen Avocados auf neonrosa und blauviolettem Hintergrund

Reife Avocados vor Neonrosa und Blauviolett. Grün neben Rosa ist eine der lautesten Farbkombinationen überhaupt, und dadurch sieht eine ganz gewöhnliche Avocado plötzlich aus, als würde sie von innen leuchten. Perfekt für alle, bei denen in der Küche ohne Toast gar nichts läuft.

Zum Original Avocado No. 02

Watermelon No. 03

Watermelon No. 03 aus den Food Studies von Paintranger: ein Original in Öl mit Wassermelonenscheiben auf neonrosa, türkisem und violettem Hintergrund

Wassermelonenscheiben auf Neonrosa, Türkis und Violett. Das knalligste der drei Bilder und ein kleines Stück Sommer für die Küche im Februar.

Zum Original Watermelon No. 03

Die handsignierten Prints

Wenn du nicht sechs Wochen warten willst oder gleich mehrere Bilder an der Wand haben möchtest: Jede Food Study gibt es auch als handsignierten Print. Die Prints sind 21 × 21 Zentimeter groß, in meinem eigenen Atelier gedruckt, von Hand signiert und mit meinem Stempel geprägt. Ein Print kostet 35 Euro.

Zwei neuere Bilder aus der Reihe gibt es im Moment nur als Print:

Clementine No. 04

Clementine No. 04, handsignierter Print aus den Food Studies von Paintranger: eine saftige Clementine in lockeren Pinselstrichen und leuchtenden Farben

Eine saftige Clementine mit lockeren Pinselstrichen und sichtbarer Struktur. Eine kleine orange Form, die irgendwie nach Winter riecht.

Zum Print Clementine No. 04

Pancake No. 05

Pancake No. 05, handsignierter Print aus den Food Studies von Paintranger: Pfannkuchen mit Obst und Sirup, locker und mit sichtbarer Struktur in Öl gemalt

Pfannkuchen mit Obst und Sirup. Das ist die erste Food Study, auf der ein ganzes Frühstück zu sehen ist und nicht nur eine einzelne Frucht. Wochenendfrühstück zum Aufhängen.

Zum Print Pancake No. 05

Und die ersten drei gibt es ebenfalls als Print: Strawberries No. 01, Avocado No. 02 und Watermelon No. 03.

Eine kleine Wand voller bunter Snacks

Die Food Studies sind ganz bewusst nummeriert. Mir gefällt die Vorstellung, dass daraus mit der Zeit eine kleine Bilderwand wird, so wie sich ein Gewürzregal nach und nach füllt. Ein paar Ideen zum Aufhängen:

  • Drei nebeneinander auf Augenhöhe zwischen Hängeschränken und Arbeitsplatte.
  • Vier oder sechs dicht als Raster mit kleinen, gleichmäßigen Abständen. Mit quadratischen Bildern ist das ganz einfach.
  • Ein Original in der Mitte, Prints drumherum. Das Original steht im Mittelpunkt, und die Prints leisten ihm Gesellschaft.

Alle Originale findest du in der Food-Studies-Kollektion und alle Prints in der Kollektion mit den Food-Studies-Prints. Du weißt nicht, welche Variante zu dir passt? In meinem Guide zu Originalen, Prints und Downloads erkläre ich die Unterschiede.

Und jetzt häng dir etwas an die Küchenwand, das dich hungrig macht.

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