The Creation of Temporary Things hand-signed art print by Paintranger, a surreal mouse and strawberry painting about impermanence in the memento mori tradition

Memento Mori und Vanitas-Kunst: Warum Totenköpfe und Erdbeeren zusammengehören

Claudia Schmidt

Kleiner Hinweis: Dieser Shop wird auf Englisch geschrieben. Die deutschen Fassungen der Journal-Artikel sind Übersetzungen, deshalb kann sich hier und da mal ein Fehler oder eine holprige Formulierung einschleichen. Wenn dir etwas auffällt, schreib es mir gern.

Ein Totenkopf direkt neben einer Erdbeere ist keine neue Idee. Maler machen seit ungefähr vierhundert Jahren eine Version davon, sie haben es nur früher eleganter genannt.

The Creation of Temporary Things hand-signed art print by Paintranger, a surreal mouse and strawberry painting about impermanence in the memento mori tradition

Was Memento Mori und Vanitas eigentlich bedeuten

Memento mori ist Lateinisch für „bedenke, dass du sterben wirst“, und das klingt düsterer, als es gemeint ist. Es ist weniger eine Drohung als ein sanfter Stups: Vergiss nicht, dass das hier vergänglich ist, also schau vielleicht genauer hin. Vanitas-Bilder sind die gemalte Version dieses Stupses, ein Genre, das im Holland des 17. Jahrhunderts richtig groß wurde. Ein typisches Vanitas-Stillleben zeigt schöne, begehrenswerte Dinge, ein reifes Stück Obst, ein Glas Wein, frische Blumen, arrangiert direkt neben einem Totenkopf, einer heruntergebrannten Kerze oder einer Sanduhr. Die Botschaft war immer irgendeine Version von: Genieß das hier, es hält nicht ewig, und du auch nicht.

Interessant ist, wie viel Handwerk in diese Warnungen geflossen ist. Niederländische Maler haben sich wirklich Zeit genommen, damit das Obst richtig lecker aussieht und der Totenkopf richtig gut ausgeleuchtet ist, denn die ganze Idee funktioniert nur, wenn beide Hälften gleich überzeugend sind. Ein schlampig gemalter Totenkopf neben schlechtem Obst ist keine Meditation über die Vergänglichkeit, das ist einfach ein schlechtes Bild.

Warum meine Erdbeeren immer wieder Totenköpfe finden

Indulgence and Decay hand-signed art print by Paintranger, a colorful surreal pigeon painting exploring celebration and impermanence in a modern vanitas style

Ich hatte nicht vor, Vanitas-Bilder zu malen. Ich hatte vor, Kuchen zu malen, und irgendwie ist trotzdem immer wieder ein Totenkopf drin aufgetaucht. The Last Dessert ist ein zerlaufender Totenkopf-Cupcake neben einer riesigen Erdbeere. Strawberry Graveyard versteckt einen kleinen Totenkopf in einem ansonsten unwiderstehlichen Kuchen. Indulgence and Decay dreht sich komplett um die Spannung zwischen Luxus und Verlust. Nichts davon ist eine bewusste Referenz an eine niederländische Maltradition aus dem 17. Jahrhundert, die ich mir vorher angeschaut hätte. Es passiert einfach, wenn Süße und Verfall die zwei Dinge sind, die dich am meisten interessieren, und es stellt sich raus, dass das genau dasselbe Interesse war, das eine ganze Reihe von Malern schon vor vierhundert Jahren hatte.

Der rote Faden ist derselbe, auf den sich Vanitas-Bilder immer verlassen haben: Man kann das Obst nicht vollständig genießen, ohne irgendwo im Hinterkopf zu wissen, dass es schon anfängt, schlecht zu werden. Dieses Wissen ruiniert es nicht. Wenn überhaupt, macht es das Bild erst malenswert.

Wo du es im Shop findest

The Last Dessert, Strawberry Graveyard und Indulgence and Decay sind alle in der Kollektion der handsignierten Drucke, zusammen mit The Creation of Temporary Things, dem Maus-und-Erdbeere-Bild oben im Artikel. Wenn dich das Thema Süße und Verfall generell interessiert, ist mein Guide zur Cute-Creepy-Ästhetik ein guter nächster Stopp.

Danke, dass du eine vierhundert Jahre alte Maltradition ihr Argument machen lässt, mit einer Erdbeertorte, die ein Geheimnis hat.

Zurück zum Blog

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen.