Hexes: Die Geschichte hinter meinem Kawaii-Goth-Hexenbild
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Kleiner Hinweis: Ich schreibe alles hier zuerst auf Englisch. Die deutschen Fassungen der Journal-Artikel sind Übersetzungen, da kann sich mal ein Fehler oder eine holprige Formulierung einschleichen. Wenn dir etwas auffällt, sag mir gern Bescheid.
Auf den meisten Halloween-Bildern gibt es genau eine Sache zu sehen. Eine Hexe, einen Kürbis, einen Mond, fertig. Hexes zeigt dir stattdessen ein ganzes Zimmer, und du darfst dich selbst darin umschauen.
Die Hexe ist eine Katze
Eine Frau mit spitzem Hut sucht man auf diesem Bild vergeblich. Der Hut sitzt auf einer schwarzen Katze, die aufrecht am Kessel steht, einen Zauberstab in der Pfote hält und so schaut, als würde sie das nicht zum ersten Mal machen. Der Trank ist grün und wirkt ganz offensichtlich.
Die zweite Katze, eine rote, schläft auf dem Sofa am Fenster und kriegt von alldem nichts mit. Das ist vielleicht mein liebstes Detail im ganzen Bild. Egal, wie aufregend es in einem Raum gerade zugeht, irgendeine Katze schläft garantiert seelenruhig weiter.
Was du im Zimmer entdeckst, wenn du genauer hinschaust
Die Regale sind voller Zaubertrankflaschen. Obendrauf steht ein Totenkopf neben einem geschnitzten Kürbis, darüber hängt eine Fledermaus, und auf einer kleinen Tafel steht, dass Geisterstunde ist. Auf dem Boden liegt ein Stapel Bücher, und die Titel kann man lesen: Ghost Stories, Herbs & Curses und Hexes. Oben lugt ein kleines Gespenst darüber.
Auf dem Tisch sitzt eine Eule neben einer Kristallkugel und einem aufgeschlagenen Zauberbuch. In der Ecke lehnt ein Besen. Auf einer Schublade steht Spells & Potions, an der Wand hängt ein Zettel mit Stay Weird, Mäuse flitzen über den Boden, Fliegenpilze wachsen zwischen den Dielen, und mitten durchs Zimmer wächst einfach ein Baum, während von den Balken Efeu herunterhängt. Durchs Fenster sieht man den Mond und einen tiefdunklen Himmel. Und Bienen gibt es natürlich auch, die gibt es bei mir immer.
Nichts davon ist nur Deko. Genau diese Details machen ein Bild zu einem, das man sich dort hinhängt, wo man jeden Tag vorbeiläuft, weil man immer wieder etwas Neues darin entdeckt.
Warum ich lieber ganze Zimmer male als einzelne Figuren
Eine einzelne Figur hast du gesehen, sobald du einmal hingeschaut hast. Bei einem Zimmer ist das anders. Erst schaust du auf die Katze, dann auf den Kessel, dann liest du die Buchtitel, und drei Wochen später entdeckst du das Gespenst. Genauso habe ich es schon bei The Candy Decay Apartment gemacht, und solche Bilder male ich immer noch am liebsten: Zimmer, in denen man ruhig ein bisschen herumschnüffeln darf.
Hexenstimmung, aber in Rosa
Die Wände sind rosa gestreift, der Teppich ist lila mit goldenen Sternen. Schwarz und Orange sucht man hier vergeblich, und das ist Absicht. Cute Creepy funktioniert am besten, wenn die Farben einladend sind und der Inhalt ganz leise ein bisschen unheimlich ist. Wie das genau funktioniert, erkläre ich in Was ist Cute Creepy Art? und für die Einrichtung rund um die Bilder in Was ist Pastel Goth?
Das heißt auch, dass Hexes im November nicht wieder abgehängt werden muss. Die Werkstatt einer Hexe ist keine Saisondeko, sondern einfach ein Ort, an dem man sich gut vorstellen kann zu wohnen. Wenn du eine ganze Ecke in dieser Stimmung einrichten willst, findest du Ideen in Halloween-Deko ganz ohne Plastikskelett.
Wo du das Bild bekommst
Hexes gibt es als handsignierten Print in 21 × 21 Zentimetern, gedruckt in meinem eigenen Atelier, von Hand signiert und mit meinem Stempel geprägt, für 35 Euro. Wenn es eine ganze Wand füllen soll, gibt es ein größeres Poster. Und wenn du das Bild noch heute Abend an der Wand haben willst, nimm den digitalen Download zum Ausdrucken für 9,90 Euro.
Falls du in dem Zimmer etwas entdeckst, das ich hier nicht erwähnt habe, schreib mir. Es passiert mir ständig, dass mich Leute auf Dinge in meinen Bildern hinweisen, die ich gemalt habe, ohne es selbst zu merken.