Cross Style: Warum nicht alles, was ich male, Candy Decay ist
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Kleiner Hinweis: Ich schreibe alles hier zuerst auf Englisch. Die deutschen Fassungen der Journal-Artikel sind Übersetzungen, da kann sich mal ein Fehler oder eine holprige Formulierung einschleichen. Wenn dir etwas auffällt, sag mir gern Bescheid.
Candy Decay ist meine Bildsprache. Bunt, voll, süß und ein bisschen schräg. Daran erkennen mich die Leute, danach werde ich gefragt, und daraus besteht der größte Teil dieses Shops.
Aber das ist nicht alles, was ich male.
Was Cross Style ist
Cross Style ist die neue Ecke im Shop für Bilder, die nicht in diese Bildsprache passen. Manche davon sind älter, und ich mag sie zu sehr, um sie in der Schublade liegen zu lassen. Andere entstehen, weil ich für eine Woche ein anderes Motiv, ein anderes Material oder eine andere Herangehensweise ausprobieren will, einfach um zu sehen, was dabei herauskommt. Das ist kein neues Branding und keine zweite Identität. Es ist einfach ein zusätzliches Regal.
Bis jetzt stehen dort zwei Bilder.
Kingfisher No. 01
Der Vogel selbst ist ganz naturgetreu gemalt. Echte Farben, echte Federn, das Blau und Orange genau so, wie es bei einem Eisvogel aussieht. Aber dann sitzt er auf einem Totenkopf, über einem lockeren rosa Farbauftrag, vor Reihen von rosa Strichen, die überhaupt nichts darstellen, und oben am Rand läuft Handschrift entlang.
Es ist also eine genau beobachtete Vogelstudie, die es nicht ganz geschafft hat, ernst zu bleiben. Genau diese Spannung mag ich daran, und sie beschreibt ziemlich gut, wofür Cross Style da ist.
Pigeon Couple No. 02

Zwei Tauben, ganz nah beieinander, die eine putzt der anderen das Gefieder. Sorgfältig gemalt, bis hin zum schillernden Grün und Violett an den Hälsen. Und dann liegt ein Block aus Pixeln quer über der Brust, als hätte das Bild einen Fehler, eine blaue Wolke trägt die beiden, eine gelbe Linie schlingt sich um das Paar, und irgendwo sind noch eine Biene und eine winzige Schleife.
Wer schon gelesen hat, warum ich ständig Tauben male, wird sich nicht wundern, dass das erste romantische Bild einer neuen Reihe zwei Stadttauben auf einer Wolke zeigt.
Warum die Bilder nummeriert sind
Die Nummern No. 01 und No. 02 sind eher ein Versprechen als eine Ordnungshilfe. Meine Food Studies nummeriere ich genauso, und das hilft mir beim Arbeiten: Ein nummeriertes Bild gehört zu einer Reihe, die weitergehen darf. So muss ich nicht vorher festlegen, worum es in der Reihe am Ende gehen soll.
Es sind trotzdem dieselben Hände
Wenn du die beiden Vogelbilder neben ein Candy-Decay-Bild hängst, ist die Ähnlichkeit fast schon peinlich. Rosa taucht auf, wo es eigentlich nichts zu suchen hat. Wieder Tiere. Kräftige Konturen, mehrere Farbschichten, viel genaues Hinschauen und dann ein Element, das einfach nicht brav sein will.
Das finde ich beruhigend, und genau darum geht es auch in Wie du deinen eigenen Kunststil findest: Dein Stil ist nicht dein Motiv, sondern die vielen Entscheidungen, die dahinterstecken. Wenn du den Vogel austauschst, aber bei deinen Entscheidungen bleibst, sieht das Bild trotzdem nach dir aus. Und die lange Liste an Stilbezeichnungen, die Leute meiner Kunst schon verpasst haben, findest du in Alle Labels, die Leute meiner Kunst gegeben haben.
Wo du die Bilder findest
Alles aus der Reihe findest du in der Cross-Style-Kollektion. Beide Bilder gibt es als handsignierte Prints in 21 × 21 Zentimetern für 35 Euro, in meinem Atelier gedruckt, von Hand signiert und mit meinem Stempel geprägt. Außerdem gibt es sie als größere Poster und als digitale Downloads für 9,90 Euro.
Es kommen noch mehr Bilder dazu. Was genau, verrate ich nur noch nicht, weil ich es selbst nicht weiß.