PAINTRANGER

PAINTRANGER

CLAUDIA SCHMIDT

Mixed-Media-Künstlerin aus Deutschland

Ausgewählte Werke, 2026

Ich heiße Claudia Schmidt und arbeite unter dem Künstlernamen Paintranger. Meine Arbeit lässt sich im Umfeld von Pop-Surrealismus und Lowbrow verorten – mit intensiven Farben, schwarzem Humor, wiederkehrenden Figuren und Motiven, die zugleich verspielt und düster sein können. Innerhalb dieses Umfelds habe ich mit Candy Decay eine eigene Bildsprache entwickelt, die sich mit dem seltsamen Nebeneinander von Freude und Vergänglichkeit beschäftigt.

Die Arbeiten bewegen sich zwischen zeitgenössischer Malerei, Illustration und figurativer Erzählung. Im Zentrum steht eine einfache Idee: Alles reift, alles vergeht. Und dazwischen gibt es trotzdem viel zu feiern.

Ausgewählte Werke

Ocean Dropout
Ocean Dropout, 2026Acrylfarbe, Acryl- und Alkoholmarker auf Holzpanel, Resin-Finish15 × 15 cm
The Last Dessert
The Last Dessert, 2026Acrylfarbe, Acryl- und Alkoholmarker auf Holzpanel, Resin-Finish15 × 15 cm
Cheesy Romance
Cheesy Romance, 2026Acrylfarbe, Acryl- und Alkoholmarker auf Holzpanel, Resin-Finish15 × 15 cm
Indulgence and Decay
Indulgence and Decay, 2026Acrylfarbe, Acryl- und Alkoholmarker auf Holzpanel, Resin-Finish15 × 15 cm

CANDY DECAY · KUNSTSTIL

Das Candy Decay Apartment: eine wiederkehrende Welt aus denselben Figuren, Objekten und einer Bildsprache, die sich durch die ganze Serie zieht.
Das Candy Decay Apartment: eine wiederkehrende Welt aus denselben Figuren, Objekten und einer Bildsprache, die sich durch die ganze Serie zieht.

Candy Decay ist ein Kunststil, den ich über Jahre hinweg durch das Experimentieren mit unterschiedlichen Medien und Bildsprachen entwickelt habe. Im Zentrum steht eine einfache Idee: Alles reift, und alles vergeht. Die Bilder halten beides gleichzeitig fest – Genuss und Verfall –, ohne dass das eine das andere aufhebt.

Sugar and Scavenging
Sugar and Scavenging, 2026Acrylfarbe, Acryl- und Alkoholmarker auf Holzpanel, Resin-Finish15 × 15 cm
Plastic Memories
Plastic Memories, 2026Acrylfarbe, Acryl- und Alkoholmarker auf Holzpanel, Resin-Finish15 × 15 cm
Strawberry Graveyard
Strawberry Graveyard, 2026Acrylfarbe, Acryl- und Alkoholmarker auf Holzpanel, Resin-Finish15 × 15 cm
Weird Pigeon
Weird Pigeon, 2026Acrylfarbe, Acryl- und Alkoholmarker auf Holzpanel, Resin-Finish15 × 15 cm

Die Bildsprache von Candy Decay

Candy Decay ist kein Stil, der einfach auf beliebige Motive gelegt wird. Es ist eine Welt, zu der die Arbeiten immer wieder zurückkehren – und jedes neue Panel erweitert sie ein Stück.

Dieselben Figuren und Dinge tauchen wieder auf: Aasfresser, Tauben, Erdbeeren, Schädel, billige Süßigkeiten, weggeworfene Gegenstände. Zusammen sind sie irgendwann nicht mehr nur einzelne Motive, sondern eine eigene Bildsprache – für Vergnügen, das nicht bleibt, und für Zuneigung zu Dingen, die schon anfangen zu vergehen.

Tauben bei einem romantischen Candle-Light-Dinner neben einem Haufen Müll im Central Park. Ein Goldfisch, mitten in der Bewegung in einem schmelzenden Eiswürfel eingefroren. Das sind keine Witze über den Tod. Es sind Möglichkeiten, ihn auszuhalten, solange die Farben noch leuchten.

Der Humor soll nichts verharmlosen. Manchmal sorgt gerade der Witz dafür, dass die schwerere Idee wirklich ankommt. Das Resin funktioniert von der anderen Seite ähnlich: Im Bild verrottet, schmilzt oder verschwindet alles, während die Oberfläche versiegelt und glänzend bleibt – als wäre der Moment genau kurz vor seiner Veränderung eingefroren.

  • Neonpink
  • Türkis
  • Säuregrün
  • Erdbeeren
  • Desserts
  • Tiere
  • Tauben
  • Bienen
  • Knochen
  • Schädel
  • weggeworfene Gegenstände
  • handschriftliche Fragmente
  • Humor
  • Vergänglichkeit
  • Trostobjekte

Wenn bestimmte Elemente über viele Arbeiten hinweg wiederkehren, sind sie irgendwann mehr als Dekoration: Sie werden Teil einer eigenen Bildsprache. Ein paar Beispiele:

Linienzeichnungen & Symbole
Linienzeichnungen & SymboleSchau dir die Wand hinter der Katze in „Professional Feelings Avoider“ genauer an. Kleine Knochen, Spiralen und handschriftliche Fragmente tauchen im Hintergrund fast jedes Panels wieder auf – egal, ob sie gerade Hauptmotiv sind oder nicht.
Erdbeeren & Zucker
Erdbeeren & ZuckerEin Stellvertreter für Vergnügen, das schnell verdirbt. Erdbeeren tauchen auf, egal ob es im Bild um Romantik, Erinnerung oder um gar nichts Bestimmtes geht – genauso sehr Textur wie Motiv.
Reife & Verfall
Reife & VerfallFrüchte genau an der Grenze zwischen reif und verdorben: unter Resin glänzend, darunter bereits am Verfallen. Näher kommt Candy Decay einem Thesenstatement in einem einzigen Objekt kaum.
Trostobjekte
TrostobjekteQuietscheenten, Eiswürfel, Taschentuchboxen: kleine Alltagsdinge, die Trost versprechen und immer wieder auftauchen – meist direkt neben etwas, das diesen Trost leise unterläuft.
Schädel & Knochen
Schädel & KnochenNie das Zentrum der Komposition, aber fast immer irgendwo darin. Sterblichkeit als leises Hintergrundrauschen statt als große Überschrift.
Humor als Rüstung
Humor als RüstungWortspiele, falsche Warnhinweise, trockene Bildunterschriften. Die Witze tragen mit: Durch sie können die schwereren Themen im Raum bleiben.
The Creation of Temporary Things
The Creation of Temporary Things, 2026Acrylfarbe, Acryl- und Alkoholmarker auf Holzpanel, Resin-Finish15 × 15 cm
Until The Lights Go Out
Until The Lights Go Out, 2026Acrylfarbe, Acryl- und Alkoholmarker auf Holzpanel, Resin-Finish15 × 15 cm
Save Point 11:59
Save Point 11:59, 2026Acrylfarbe, Acryl- und Alkoholmarker auf Holzpanel, Resin-Finish15 × 15 cm
Professional Feelings Avoider
Professional Feelings Avoider, 2026Acrylfarbe, Acryl- und Alkoholmarker auf Holzpanel, Resin-Finish15 × 15 cm

Im Studio

Alles entsteht in einem kleinen Raum: ein Schreibtisch, eine Wand voller nach Farbfamilien sortierter Marker, Holzpanels in unterschiedlichsten Arbeitsstadien und Referenzen, die überall hängen, wo noch Platz ist. Das Studio ist nicht ordentlich – und soll es auch nicht sein. Farbe, Verschnitt und halbfertige Panels gehören zum Entstehungsprozess und sind nichts, was für ein Foto erst weggeräumt werden muss.

Aktuell arbeite ich mit Acrylfarbe, Acryl- und Alkoholmarkern, Holzpanels und Resin. Jedes Panel misst nur 15 × 15 Zentimeter, aber das kleine Format bedeutet nicht weniger Arbeit: Die Kompositionen sind dicht, und aus der Nähe steckt viel Zeit in jedem Detail. Auch das Resin ist Teil der Bildwirkung. Es macht die Farben noch künstlicher und fast bonbonartig und versiegelt den Moment dauerhaft unter einer glänzenden Oberfläche.

Resin auf ein fertiges Panel gießen.
Resin auf ein fertiges Panel gießen.
Fertige Arbeiten und vorbereitete Panels, bereit für neue Bilder.
Fertige Arbeiten und vorbereitete Panels, bereit für neue Bilder.
Mein Arbeitsplatz im Candy Decay Studio.
Mein Arbeitsplatz im Candy Decay Studio.

Wie sich meine Bildsprache entwickelt hat

Bevor Candy Decay einen Namen hatte, lagen dahinter rund zehn Jahre mit Arbeiten, die auf den ersten Blick kaum zusammengehörten: abstrakte Malerei, realistische Malerei, digitale Illustration, Kugelschreiberstudien und klassisches Zeichnen. Nichts davon war umsonst. Es hatte nur noch keinen gemeinsamen Ort gefunden.

  1. Frühe Arbeiten

    Abstraktion & Farbfelder

    Lockere, spontane Hintergründe und ungeplante Farbkonstellationen. Hier entstand mein Gespür für intensive, künstlich wirkende Farben und gestische Spuren – und genau das bildet bis heute die Grundlage vieler Panels.

  2. Parallel dazu

    Kugelschreiber & Linie

    Jahre mit Kugelschreiberstudien und Zeichnungen haben eine ganz andere Arbeitsweise geprägt: kleine, kontrollierte, fast obsessive Details. Die winzigen Linienzeichnungen, Knochen und Symbole in den Hintergründen von Candy Decay kommen direkt aus dieser Zeit.

  3. Die längste Phase

    Realistische Malerei & traditionelle Medien

    Über lange Zeit habe ich realistisch gemalt – vor allem mit Öl und sehr oft Augen. Eine Spiegelung oder ein Glanzlicht wirklich richtig zu treffen, zwingt zum genauen Hinsehen: auf Schatten, Farbverschiebungen, Tiefe und Textur. Dazu kamen Acryl, Aquarell und Gouache. Es ging dabei weniger um einen festen Stil als darum, sehen zu lernen – und zu verstehen, was unterschiedliche Materialien können.

  4. Parallel dazu

    Digitale Illustration

    Die digitale Arbeit hat mir viel über Komposition, klare Flächen und die ordnende Kraft von Farbe beigebracht: Formen müssen auch dann noch eindeutig lesbar bleiben, wenn ein Bild voller Details steckt.

  5. Heute

    Candy Decay

    Irgendwann hörten diese Bereiche auf, getrennte Stile zu sein, und landeten auf derselben Oberfläche: lockere Farbe darunter, kontrollierte Linien darüber, genaues Beobachten aus den Jahren realistischer Malerei und eine digital geschulte Komposition, die alles zusammenhält. Candy Decay ist keine Verengung meiner Arbeit – sondern das, was passiert ist, als die früheren Ansätze nicht mehr getrennt voneinander funktionieren mussten.

Nichts davon ist eine Abkehr von meinen früheren Arbeiten. Candy Decay ist vielmehr der Punkt, auf den all diese Wege zugelaufen sind.

Community

Mit der Zeit ist rund um diese Arbeiten eine Online-Community von etwa 17.000 Menschen entstanden. Entscheidend ist für mich nicht die Zahl, sondern das, was daraus gewachsen ist: Menschen erkennen wiederkehrende Figuren, tauschen Theorien über Symbole aus und erzählen mir, was ein bestimmtes Panel für sie persönlich bedeutet. Kunst ist dadurch nicht mehr nur etwas, das in eine Richtung funktioniert.

Die Community ist kein Beweis dafür, dass die Arbeiten „gut“ sind. Sie zeigt vielmehr, dass um sie herum eine gemeinsame visuelle Welt entstanden ist – mit eigenen Insider-Witzen und einer eigenen Erinnerung.

Mein Instagram

Was ich mit dieser Arbeit weitergeben möchte

Ich möchte, dass Menschen lange genug hinschauen, um den albernen Witz zu entdecken, der irgendwo in einer Ecke des Panels versteckt ist. Ich möchte, dass jemand darin ein Gefühl wiedererkennt, für das vorher die Worte gefehlt haben. Und ich möchte, dass das Seltsame, das Sensible und das Zuviel sich nicht verstecken müssen.

Candy Decay beginnt als etwas Persönliches. Sobald jemand anderes die eigene Erinnerung mit hineinbringt, wird daraus etwas Neues.

Über Paintranger

Portrait of Paintranger

Paintranger ist der Künstlername von Claudia Schmidt, einer Mixed-Media-Künstlerin aus Deutschland und der Schöpferin von Candy Decay. Der Stil entstand aus jahrelangem Experimentieren mit sehr unterschiedlichen Medien, die sich nach und nach zu einer gemeinsamen Bildsprache verbunden haben. Candy Decay kombiniert intensive Farben, süß-unheimliche Figuren, Aasfresser, Essen, Knochen, weggeworfene Gegenstände, handschriftliche Fragmente und wiederkehrende Symbole in dichten Kompositionen – häufig auf kleinen Holzpanels gemalt und unter Resin versiegelt.

Diese Bildsprache ist aus einer bewusst vielfältigen künstlerischen Praxis gewachsen: realistischer Malerei und Zeichnung, darunter eine lange Phase mit Ölmalerei und immer wieder Augenstudien, abstrakter Malerei, Kugelschreiberarbeiten und digitaler Illustration. Mit der Zeit fühlten sich diese Bereiche nicht mehr getrennt an, sondern begannen, sich gegenseitig zu beeinflussen.

Sie ist neurodivergent und queer. Beides prägt, wie intensiv sich die Arbeiten mit Details, Wiederholung, emotionaler Stärke und Dingen beschäftigen, die sich nicht sauber in Kategorien einordnen lassen. Eine Dissektion der Halsschlagader im Januar 2026 hat eine Idee geschärft, die bereits vorher in den Bildern steckte: Dass etwas endet, macht es nicht bedeutungslos. Manchmal ist genau diese Endlichkeit der Grund, warum es sich zu malen lohnt.

Heute arbeitet sie in einem kleinen Studio zu Hause mit Acrylfarbe, Acryl- und Alkoholmarkern, Holzpanels und Resin und teilt den Entstehungsprozess mit einer Online-Community von rund 17.000 Menschen, die inzwischen selbst Teil davon geworden ist, wie die Arbeiten gelesen werden.

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