Print im Format 21 × 21 cm rahmen: So klappt es auch ohne Standardgröße
Claudia SchmidtTeilen
Kleiner Hinweis: Ich schreibe alles hier zuerst auf Englisch. Die deutschen Fassungen der Journal-Artikel sind Übersetzungen, da kann sich mal ein Fehler oder eine holprige Formulierung einschleichen. Wenn dir etwas auffällt, sag mir gern Bescheid.
Meine handsignierten Prints sind 21 × 21 Zentimeter groß. An der Wand sieht das wunderschön aus, beim Rahmenkauf ist es ein bisschen nervig. Quadratische Rahmen gibt es nicht überall, und 21 Zentimeter sind nun mal kein Standardmaß.
Weil ich danach so oft gefragt werde, bekommt das Thema jetzt einen eigenen Artikel. Hier steht, was wirklich funktioniert, von der schnellen Lösung bis zu der, die ich selbst wählen würde.
Erst mal: Was du da eigentlich rahmst
Ein Print aus meinem Shop ist ein Blatt von 21 × 21 Zentimetern, auf dem das Motiv mit einem weißen Rand gedruckt ist. Dieser Rand gehört zum Bild und ist keine Verpackung. Vorne auf dem Rand stehen meine Initialen, außerdem sitzt dort mein Stempel als Blindprägung, also ohne Farbe, nur ins Papier gedrückt. Auf der Rückseite findest du eine handgeschriebene Widmung und einen zweiten Stempel.
Daraus ergeben sich zwei Dinge: Schneide das Papier nicht bis zum Motiv ab. Und leg kein Passepartout über den unteren Rand, ohne vorher nachzuschauen, wo Initialen und Prägung auf deinem Exemplar genau sitzen.

Möglichkeit 1: Rahmen in 25 × 25 cm und ein farbiger Karton
Das ist die günstigste gute Lösung, und die meisten sind damit am Ende sehr zufrieden. Rahmen in 25 × 25 Zentimetern bekommst du ganz normal im Laden, bei IKEA zum Beispiel aus der Serie SANNAHED, aber auch viele andere Marken haben das Format.
Schneide einen Karton auf 25 × 25 Zentimeter zu und leg den Print mittig darauf. Dann bleibt rundherum ein gleichmäßiger Rand von zwei Zentimetern in der Farbe des Kartons. Weiß oder Creme wirkt klassisch, Schwarz lässt die Farben richtig leuchten. Ein rosa oder türkiser Karton, passend zu einer Farbe im Bild, sieht nach Absicht aus und kostet nichts extra. Genau meine Art von Lösung.
Befestige den Print mit säurefreien Fotoecken oder Papierstreifen statt mit Kleber oder normalem Klebeband. So kannst du ihn jederzeit wieder rausnehmen.
Möglichkeit 2: Rahmen in 30 × 30 cm, mit oder ohne Passepartout
Rahmen in 30 × 30 Zentimetern findest du noch leichter, und dein Print hat dann rundherum großzügige viereinhalb Zentimeter Platz. Durch den vielen Raum drumherum wirkt ein kleines Bild gleich viel edler, und genau deshalb machen Galerien das so.
Dann hast du zwei Möglichkeiten:
- Mit Passepartout. Der Ausschnitt ist etwas kleiner als das Blatt, ungefähr 20 × 20 Zentimeter, und deckt rundherum etwa fünf Millimeter Papier ab. Sieht sauber und klassisch aus. Prüf aber vorher, ob dabei die Initialen oder die Prägung verdeckt werden.
- Schwebend montiert. Das Blatt liegt auf einem Hintergrundkarton und hat rundherum sichtbar Abstand, sodass du den ganzen Print siehst, mit Rand, Signatur und Prägung. Das würde ich nehmen, denn die Prägung gehört zu dem, wofür du bezahlt hast.

Möglichkeit 3: Rahmen nach Maß
Eine Rahmenwerkstatt macht dir ohne Weiteres einen Rahmen in 21 × 21 Zentimetern, und für ein Bild, das du wirklich liebst, lohnt sich das. Es kostet allerdings deutlich mehr als ein fertiger Rahmen. Am meisten Sinn ergibt es deshalb, wenn du mehrere Prints hast und alle einheitlich rahmen willst. Frag nach einer säurefreien Rückwand und, falls Tageslicht auf die Wand fällt, nach Glas mit UV-Schutz.
Wenn du gern gebraucht kaufst: Den älteren quadratischen IKEA-Rahmen RIBBA in 23 × 23 Zentimetern findest du immer noch bei Kleinanzeigen, und ein Blatt mit 21 Zentimetern passt da schön hinein.
Möglichkeit 4: ganz ohne Rahmen
Nicht alles muss hinter Glas, und wenn du zur Miete wohnst, ist das oft sogar die bessere Wahl:
- Magnetische Posterleisten aus Holz. Zwei Holzleisten, die das Blatt oben und unten festhalten, dazu eine Schnur zum Aufhängen. Günstig, schnell gemacht und bei quadratischen Blättern überraschend schön.
- Klemmen an einem Drahtseil. Eine ganze Reihe Prints, die du in Sekunden austauschen kannst. Perfekt, wenn du gern oft etwas veränderst.
- Washi-Tape. Ja, wirklich. Hält gut, lässt sich wieder von der Wand ablösen und kostet so gut wie nichts. Klebe es nur auf den Rand, nie übers Motiv.
Darauf solltest du in jedem Fall achten
- Die Prägung braucht Licht. Eine Blindprägung sieht man nur, wenn das Licht von der Seite darauf fällt. Mit Passepartout oder schwebender Montage bleibt etwas Abstand zwischen Glas und Papier, und nur dann wirft das Relief seinen kleinen Schatten.
- Alles säurefrei. Rückwand, Passepartout, Fotoecken, Klebeband. Billige Pappe lässt das Papier mit den Jahren vergilben, und das fängt ausgerechnet an den Rändern an, wo man es sofort sieht.
- Keine direkte Sonne. Kein Glas der Welt rettet einen Print, auf den jeden Nachmittag die Sonne knallt. UV-Glas hilft, ein anderer Platz hilft noch mehr.
- Das Blatt nie zuschneiden. Rand, Signatur und Prägung machen den Unterschied zwischen einem signierten Print und einem Poster.
- Auf Augenhöhe aufhängen. Die Bildmitte sollte etwa bei 145 bis 150 Zentimetern liegen. Die meisten hängen Bilder zu hoch. Ich auch, bis ich endlich mal nachgemessen habe.
Mehrere quadratische Prints an einer Wand
Quadratische Bilder lassen sich besonders leicht zusammen aufhängen, weil gleiche Formate schon für Ordnung sorgen. Gleiche Rahmenfarbe, gleiche Abstände, und alles wirkt wie aus einem Guss.
- Halte die Abstände zwischen den Rahmen immer gleich. Bei dieser Größe passen fünf bis sieben Zentimeter gut.
- Vier oder neun Rahmen in 25 × 25 Zentimetern als Raster sehen richtig durchdacht aus. An einer schmalen Wand funktionieren drei nebeneinander.
- Du kannst auch verschiedene Größen mischen, solange die Rahmen zueinander passen. Auffallen dürfen die Bilder.
Mehr dazu findest du in Wie du eine Pastel-Goth-Bilderwand gestaltest.

Wenn du dir das Ausmessen sparen willst
Die handsignierten Prints sind alle 21 × 21 Zentimeter groß, von Hand signiert und geprägt, und kosten 35 Euro. Um genau die geht es in diesem Artikel.
Wenn du etwas suchst, das direkt in einen Rahmen passt, den du schon hast: Die Poster gibt es in quadratischen Zollgrößen von 10 × 10 bis 24 × 24 Zoll. Gut zu wissen, wenn du in Europa lebst: Zehn Zoll sind 25,4 Zentimeter. Ein Poster in Zollgröße ist also immer ein kleines bisschen größer als der passende Zentimeterrahmen. Entweder du kaufst den Rahmen in Zoll, oder du schneidest ein paar Millimeter vom Rand ab. Bei einem Poster ist das kein Problem, bei einem signierten Print bitte nie.
Und mit den digitale Downloads druckst du das Bild einfach in genau der Größe, die dein Rahmen hat. Die praktischste Lösung überhaupt, wenn du einen leeren Rahmen und eine ganz bestimmte Lücke an der Wand hast.